Mein Daily Driver - Ein MacBook Air mit openSUSE
Inhaltsverzeichnis
Mein aktueller Daily Driver
Mein aktueller Laptop ist ein MacBook Air aus 2013. Ja, richtig gelesen – der ist über zehn Jahre alt. Genauer gesagt handelt es sich um ein MacBook Air 13-inch, Mid 2013/Early 2014 mit einem Intel Core i7-4650U und 8 GB RAM.
Darauf läuft openSUSE Tumbleweed, und das ganze ist richtig flott!

Warum openSUSE?
Die letzten ca. 18 Monate war meine Distro der Wahl Fedora und hier gibt es wirklich nichts zu meckern. Das lief immer stabil und super performant. Aber irgendwie war dann mal wieder Zeit für was Neues. Und ich als alter Distrohopper habe mir dann mal openSUSE angeschaut, das hatte ich bisher noch nie in Benutzung und Rolling-Release-Distros habe ich auch seit Jahren nicht mehr probiert. Damals war es Manjaro in 2019. Daher aus reiner Neugier und vielleicht auch mit Blick auf die politische Weltlage, wollte ich meine Distro mit europäischer Hauptentwicklung mal testen.
Out of the Box - Alles funktioniert
Die Tastaturbeleuchtung funktioniert einwandfrei. Alle Function-Shortcuts wie die F-Tasten für Helligkeit und Lautstärke laufen perfekt. Auch das Touchpad: Alle Multi-Touch-Gesten werden direkt erkannt.
Ich hatte ehrlich gesagt damit gerechnet, dass ich bei einem über zehn Jahre alten MacBook irgendwelche Treiber nachinstallieren oder Konfigurationsdateien anpassen müsste. Aber nein – nach der Installation war einfach alles da, außer…
Das WLAN-Problem
Das integrierte WLAN-Modul ist ziemlich mist. Der Broadcomchip der hier verbaut ist, hat nur sehr schlechten Treibersupport und mit aktuellem Kernel habe ich ihn nicht zu laufen gebraucht. Deswegen habe ich mir den Edimax N150 Adapter besorgt. Der kostet nicht viel, ist winzig klein und macht seinen Job zuverlässig. Seitdem habe ich keine WLAN-Probleme mehr.
Akkulaufzeit - Immer noch über 4 Stunden
Was mich am meisten beeindruckt: Der Akku hält immer noch über vier Stunden durch. Das ist für ein über zehn Jahre altes MacBook bemerkenswert.
Klar, es ist nicht mehr die ursprüngliche Kapazität, aber für einen mobilen Arbeitstag reicht es allemal.
Performance - Lahm beim Kompilieren, perfekt für alles andere
Wenn es um Compile-Power geht, ist das MacBook Air aus 2013 natürlich kein Renner. Größere Projekte zu kompilieren dauert einfach seine Zeit. Aber: Ich deploye eigentlich alles auf meinem Server.
Für das, was ich täglich mache – Coden, Surfen und Schreiben – ist die Performance mehr als ausreichend. Das System fühlt sich flüssig an, nichts hängt, und ich kann ohne Ablenkung arbeiten.
Fazit - Kein Grund für neue Hardware
Ich sehe momentan keinen Grund, mir neue Hardware zu kaufen.
Es ist ein richtig gutes Gefühl, mit einem 50-€-Gebrauchtgerät alles das machen zu können, was ich mit einem PC machen möchte. Wenn man sich die aktuellen Hardware-Preise anschaut, bekommt man auch keine große Lust, sich etwas Neues zu kaufen. Außerdem sieht Linux auf einem MacBook einfach super schick aus.
Im nächsten Blog werde ich darüber sprechen, wie ich mein System angepasst habe – mit Niri und DMS, sodass es nicht nur super schick aussieht, sondern auch fast komplett tastaturgesteuert bedient werden kann.